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Start VW T2 Modelle

Modelle



Der T2 war ab Werk erhältlich als:
(Preise Modelljahr 1969/August 1968)

  • T2 auf der VW Teststrecke in Wolfsburg, 25. Januar 1973Kastenwagen mit 5 m³ Laderaum, 4,1 m² Ladefläche und 1,225 m hoher Schiebetür (1,06 m breit): 7.195 DM (mit Hochdach und 6,2 m³ Laderaum: 8.195 DM; dito mit 1,57 m hoher Schiebetür: 8.505 DM)
  • Kombi (Kastenwagen mit Fenstern): 7.550 DM (ohne hintere Sitzbank), ab Modelljahr 73 auch mit Hochdach
  • Pritschenwagen mit 4,3 m² Ladefläche (2,7 × 1,57 m) und darunter 0,7 m³ Laderaum - 0,34 m hoch, 1,3 m breit und 1,6 m tief („Tresorraum“): 6.995 DM (Plane und Spriegel extra, 4,7 m³ Laderaum)
  • Montage des T2 im VW-Werk HannoverGroßraum-Holzpritsche mit 5,2 m² Holz-Ladefläche von Westfalia (2,82 × 1,85 m), „Tresorraum“ wie Pritsche: 7.500 DM
  • Doppelkabine 6-Sitzer mit 2,9 m² Ladefläche (1,85 × 1,57 m), ohne „Tresorraum“, (mit entfernter hinterer Sitzbank: 1,8 m³ Laderaum bzw. 1,4 m² -fläche): 7.995 DM (Plane und Spriegel extra)
  • Kleinbus („VW-Personen-Transporter“) mit 7 Sitzen: 8.490 DM, Achtsitzer: 8.540 DM, Neunsitzer: 8.590 DM
  • Kleinbus L (mit Ausstellfenstern vorn, Uhr, Stahlkurbeldach, Noppenteppich usw.), mit 7 Sitzen: 9.700 DM, Achtsitzer („Clipper L“): 9.750 DM, Neunsitzer: 9800 DM

Im letzten Modelljahr 1979 kostete der günstigste Transporter als Kastenwagen 14.540 DM, als Kombi 15.260 DM, als Pritsche 14.435 DM und als Bus 17.075 DM.

T2a (August 1967 bis Juli 1971)

Die erste Modellreihe des T2 wurde von Ende 1967 bis Mitte 1970 gebaut. Dieses Modell ist an der Frontpartie mit den unten liegenden Blinkern und den seitlichen Trittbrettern an der Stoßstange wie auch an der noch rundlichen Heckpartie mit den ovalen Heckleuchten erkennbar. Die hinten offene Rahmengruppe des T2a entspricht in ihrer Geometrie der des T1, ist aber vorn und hinten verlängert.

T2a Kastenwagen, Modelljahr 1969, ex 21F TSF, FrontT2a Kastenwagen, Modelljahr 1969, HeckT2a Leichenwagen

T2a/b (Modelljahr 1972)

(August 1971 bis Juli 1972)

Bei diesem Typ handelt es sich um eine Mischform als Zwischenmodell mit Karosseriebestandteilen sowohl des T2a als auch des T2b (große Rückleuchten, größere „Ohren“ zur Luftansaugung des Motors). Er wird von VW-Bus-Kennern auch als Zwitter bezeichnet.

T2b (August 1972 bis Juli 1979)

T2b Bus  mit falschen Radkappen ex Einsatzfahrzeug KatastrophenschutzBereits mit dem Modelljahr 1971 (Mitte 1970) wurden weitere Verbesserungen am T2(b) eingeführt, die sich im Wesentlichen auf die Fahrwerkskomponenten und die Fahrzeugsicherheit bezogen:

  • verstärkte Rahmengruppe mit gabelförmigem Deformationselement vorn (Y-Träger) und vorgewölbter doppelter Frontschürze unter der Stoßstange (Querschiene mit Dämpfungseigenschaften), zur Aufnahme von Längskräften im Falle eines Aufpralls, sowie geschlossener Heckrahmenpartie ebenfalls mit Verstärkungsblechen.
  • Scheibenbremsen vorn serienmäßig mit vergrößertem Achskörper und dadurch längerem Federweg und breiterer Spurweite, als Zusatzausstattung mit Bremskraftverstärker (bei Flachmotoren ab Mitte 1971 Serie)
  • breitere Trommelbremsen hinten, dadurch um ca. 4 cm verbreiterte Spurweite.
  • neue Fünflochfelgen, zu erkennen an den flachen Radkappen und dem neuen Felgendesign, um die Radkappe herum runde Löcher
  • geteilte Sicherheits-Lenksäule
  • Sicherheitsgurte für alle Fahrgastplätze standardmäßig
  • Dreipunktaufhängung des Motor-Getriebeblocks mit veränderter Einbaugeometrie, dadurch höhere Bodenfreiheit und verlängerter Federweg auch hinten.
  • akustische Dämpfung durch gummigelagerte Antriebseinheit, Tankschott und Motorraumauskleidung
  • zusätzliche Montageluke in der Gepäckablage über dem Motorraum (nur für flachen Motor)
  • Karosserie: kantigere Heckpartie und breite Stoßstangen, rechteckige große Heckleuchten, breitere Motorraumklappe, nach hinten versetzte Tankklappe, ausgestellte Kotflügel vorn, Trittstufen vorn innen, rechteckige Blinker im Kühlluftgrill integriert, nach innen gekröpfte Regenrinne, flacheres Dach (wegen höherer Bodenfreiheit)
  • elektrisches Zusatzgebläse für die Heizung und verbesserte Warmluftführung im Fahrgastraum (Sonderausstattung).

T2b Bus mit Flachmotor (Auspuff rechts)Die Überarbeitung des Hecks wurde erforderlich, weil gegen Aufpreis ab Mitte 1971 der aus dem Motor des VW 411/412 entwickelte Flachmotor mit Zweivergaseranlage im Programm war, der aus 1700 cm³ Hubraum 66 PS Leistung (62 PS mit der ab 1972 angebotenen Dreigang-Automatik) erzeugte. Später wurde der Flachmotor auf 1800 cm³ Hubraum (68 PS) und schließlich auf 2000 cm³ (70 PS) vergrößert. Die Spitzengeschwindigkeit stieg von 110 km/h auf bis zu 130 km/h. Der Kraftstoffverbrauch der Flachmotoren war deutlich höher – um die 14 Liter/100 km waren in der Praxis üblich. Für den Pritschenwagen wurde der größere Motor nicht angeboten.

T2b Wohnmobil mit Westfalia-AufstelldachDas Lüfterrad für die Gebläsekühlung saß beim Flachmotor direkt auf der Kurbelwelle, was die Motorkühlung erheblich verbesserte. Der gegenüber dem serienmäßigen 50-PS-Motor um 20 kg schwerere Flachmotor hatte bei Nenndrehzahl einen Luftdurchsatz von 800 Liter/Sekunde; der 50-PS-Motor mit dem hohem Gebläsekasten nur 620 Liter/Sekunde. Zur besseren Erreichbarkeit der beiden Vergaser hatten die Transporter mit Flachmotoren ab Mitte 1972 einen oberen Deckel im Laderaum. Äußeres Kennzeichen der Flachmotor-Modelle war das Auspuffendrohr auf der rechten Fahrzeugseite.

Auffälligste Änderung zum T2a ist die Frontpartie mit den rechteckigen Blinkern, die oben in das Lüftungsgitter integriert wurden. Die dickeren Stoßstangen erhielten den Beinamen „Eisenbahnschienen“.

Mitte 1971 bekamen auch die Transporter für das bereits 1968 eingeführte VW-Diagnosesystem im Motorraum eine Steckdose. Mit einem neuen Servicekonzept entfiel ab August 1977 bei allen VW-Modellen der Anschluss wieder.

Ab 1974 war zunächst der Kastenwagen mit verstärktem Chassis und einer damit erhöhten Nutzlast von 1,2 Tonnen erhältlich; im Jahr darauf auch der Kombi.

Seit 1978 kommen bei allen Transportern serienmäßig vorne zwei Automatik-Dreipunktgurte zum Einbau.

T2b Pritschenwagen HeckansichtBei den Modellen Kleinbus und Kleinbus L, anfangs von VW als Clipper L (s. o.) bezeichnet, reichte bei der zweifarbigen Ausführung die Dachfarbe zunächst nur bis zur Regenrinne (Modell 1968–70), ab Modell 1971 bis unter den Karosseriewulst (Gürtellinie). Der Name „Clipper“ hat sich unter den T2-Freunden für den Bus bis Modell 1972 etabliert. Man spricht vom Clipper N (normal), wenn es sich um einen Bus ohne Chromzierrat handelt, von einem Clipper L (Luxus) bei einem Bus mit Chromtrimm. Ab Januar 1968 gab es sowohl für den einfachen Kombi Typ 23 als auch für den Typ 22/24 (Clipper) auf Wunsch ein Stahlschiebedach.

T2c aus Brasilien

In Brasilien wurde 1997 das Mischmodell vom T2b abgelöst, der bis Dezember 2005 mit luftgekühltem Heckmotor und G-Kat gebaut wurde. Dabei wurden Bauteile vom T2b (Blinker vorne, Rückleuchten), aber auch weiterhin vom T2a (Stoßstangen) verwendet. Die Produktion des T2c fand mit der Sonderserie „Prata“ („Silber“) ein Ende.

Seit 2006 wird der T2 in Brasilien und Mexiko mit einem wassergekühlten Motor gebaut, hierzu erhielt er einen dafür angefertigten Kühlergrill aus schwarzem Plastik. Verwendet wird der Motor EA 111 mit 1390 cm³ in „TotalFlex“-Ausführung, er kann also mit Benzin oder Alkohol in jeder beliebigen Mischung gefahren werden. Die Leistung des Motors ist mit 80 PS (59 kW) angegeben, die erreichbare Höchstgeschwindigkeit mit 130 km/h. VW-Bus T2c „Prata“Auffälligster Unterschied der T2 aus Südamerika zu in Deutschland hergestellten Fahrzeugen ist neben den Stoßfängern vor allem das kantige Dach.